Eine Begegnung mit der Stiftung agilas und ihrer Partnerorganisation Nils Holgersson
Manchmal ist es ein einziger Moment, der ein Leben verändert: Ein Mensch, der zuhört. Ein Raum, in dem man sich sicher fühlt. Eine Aufgabe, bei der man spürt: Hier kann ich wachsen. Für viele Jugendliche und junge Erwachsene mit besonderen Herausforderungen ist ein solcher Ort keine Selbstverständlichkeit – und doch kann er der Schlüssel sein, um in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Die Stiftung agilas in Bolligen bietet genau diesen Raum. Gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation, der besonderen Volksschule mit Internat Nils Holgersson, steht sie dafür, jungen Menschen Wurzeln zu geben – und die Flügel, um ihren eigenen Weg in die Welt zu finden.
Die Haltung: sehen, stärken, begleiten
agilas versteht sich als verlässliche Wegbegleiterin in einer wichtigen Lebensphase. Der Name – abgeleitet von „agil“ – steht für Beweglichkeit, Offenheit und das Vertrauen, dass Entwicklung möglich ist. Die Vision ist klar: Jugendliche und junge Erwachsene sollen ihre Potentiale erkennen und entfalten, sowohl im sozialen wie im beruflichen Leben. Dabei geht es nicht um schnelle Lösungen, sondern um achtsame, individuell zugeschnittene Unterstützung.


Diese Haltung hat tiefe Wurzeln. Gegründet 1939 von Rosa Neuenschwander, der ersten Berufsberaterin für Mädchen im Kanton Bern, hat sich die Stiftung immer wieder den gesellschaftlichen und pädagogischen Entwicklungen angepasst. Was jedoch gleich geblieben ist: der Glaube daran, dass Bildung, Struktur und persönliche Begleitung das Fundament für ein gelingendes Leben sind.
Das Angebot: ein Netz, das trägt und ermutigt
Die Arbeit von agilas ist ein fein verwobenes Netz aus Wohn- und Bildungsangeboten sowie beruflicher Integration. Es reicht vom betreuten und begleiteten Wohnen über ambulante Wohnbegleitung bis hin zu massgeschneiderten Ausbildungswegen. Hier können Jugendliche Abschlüsse erarbeiten, verschiedene Berufsfelder kennenlernen – ob Küche, Hauswirtschaft, Wäscherei, Service oder Betriebsunterhalt – und Schritt für Schritt mehr Selbstvertrauen und Selbstständigkeit gewinnen.
Wir bereiten mit dem Angebot als besondere Volksschule mit Internat, den Weg für die berufliche Integration. Die jungen Menschen erfahren dabei nicht nur fachliche Unterstützung, sondern auch echte menschliche Begegnung. Sie lernen, ihre Stärken zu erkennen, Herausforderungen zu meistern und Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen.

Die Partnerorganisation Nils Holgersson ergänzt dieses Angebot als besondere Volksschule mit Internat und Lebensort für Kinder und Jugendliche, bei denen ein ganzheitlicher Ansatz aus Bildung, Alltagsstruktur
und Gemeinschaftsleben besonders wichtig ist. Auch hier steht die individuelle Förderung im Zentrum: Jeder Schritt, so klein er auch sein mag, wird gewürdigt und ermutigt.
Ein Ort, der Türen öffnet
Wer die Türen von agilas oder Nils Holgersson durchschreitet, spürt schnell: Hier geht es nicht darum, in vorgefertigte Schablonen zu passen. Hier wird nach Wegen gesucht, die zu den jungen Menschen und ihren Lebensumständen passen – mit Geduld, Erfahrung und einem tiefen Respekt vor der Einzigartigkeit jedes Einzelnen.


Vielleicht ist es genau diese Haltung, die dort so viele Geschichten von Wandlung und Neubeginn möglich macht.
Weitere Informationen und Einblicke in die Arbeit von agilas und ihrer Partnerorganisation finden Interessierte auf www.agilas.ch oder www.nilsholgersson.ch. Manche Begegnungen verändern nicht alles – aber sie können der Anfang von etwas Gutem sein.

