Eine schwere Erkrankung bedeutet nicht nur eine medizinische, sondern auch eine tiefgreifende persönliche Herausforderung. Neben Operationen, Therapien und Arztterminen fehlt vielen Betroffenen vor allem eines: der Austausch mit Menschen, die verstehen, was es heißt, mit dieser Situation zu leben. Genau hier setzt die Focus Me-App an. Sie schafft einen geschützten Raum, in dem Nutzerinnen und Nutzer miteinander in Kontakt treten, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig Mut machen können. Die App bietet weit mehr als nur eine digitale Chatfunktion – sie wird für viele zu einer Brücke zurück ins Leben, getragen von Solidarität und Gemeinschaft.
Eine digitale Brücke zwischen Betroffenen
Die App richtet sich an Menschen mit schweren Erkrankungen in der Schweiz. Nach einer unkomplizierten Registrierung können Nutzerinnen und Nutzer persönliche Angaben zu ihrer Situation hinterlegen: Art der Erkrankung, Alter, Wohnort oder auch Themen, die sie im Alltag besonders beschäftigen – etwa Familie, Arbeit, Sport oder Achtsamkeit. Ein intelligenter Matching-Algorithmus sorgt dafür, dass Personen mit ähnlichen Profilen einander vorgeschlagen werden. Dadurch entstehen Kontakte, die nicht nur digital, sondern oft auch im echten Leben eine wertvolle Stütze darstellen. Viele berichten von Freundschaften, die ohne die App nie entstanden wären und die durch die schweren Zeiten einer Therapie getragen haben.
Mehr als Austausch: Veranstaltungen und Gruppen
Neben persönlichen Gesprächen eröffnet Focus Me auch den Zugang zu geprüften Veranstaltungen. Ob Informationsabende in Kliniken, Workshops zur seelischen Stärkung oder gemeinsame Aktivitäten wie Sportkurse – alles wird in einem Kalender übersichtlich angezeigt. Medizinisches Fachpersonal kann zudem eigene Gruppen ins Leben rufen, um Betroffene zu wichtigen Themen zu informieren und ihnen Austauschmöglichkeiten zu geben. So können beispielsweise Ärztinnen, Ärzte oder Pflegefachpersonen eine Gruppe eröffnen, die sich ausschließlich mit Nebenwirkungen wie Haarverlust oder Fragen zur Ernährung beschäftigt. Diese Mischung aus persönlichem Gespräch, Expertenwissen und geprüften Angeboten macht die App zu einem umfassenden Begleiter.

Sicherheit und Vertrauen
Ein entscheidender Punkt für viele ist das Thema Datenschutz. Focus Me entspricht den hohen schweizerischen und europäischen Standards und stellt sicher, dass sensible Informationen geschützt bleiben. Persönliche Angaben und medizinische Daten sind nur für die Nutzerinnen und Nutzer selbst sichtbar – niemand sonst erhält Zugriff. Diese konsequente Absicherung gibt die Freiheit, offen über Sorgen, Ängste und Erfahrungen zu sprechen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Privatsphäre verletzt wird. Gerade in einem Bereich, der so sensibel ist wie die eigene Gesundheit, ist dieses Vertrauen ein unschätzbarer Vorteil.
Von Betroffenen für Betroffene entwickelt
Was die App besonders macht, ist die enge Einbindung von Patientinnen, Patienten und Fachpersonen schon während der Entwicklung. In Workshops konnten Menschen mit eigener Krankheitserfahrung ihre Bedürfnisse und Ideen einbringen. Dadurch entstand eine Plattform, die nicht von außen verordnet wurde, sondern von innen heraus wuchs – entlang der tatsächlichen Lebensrealität von Betroffenen. Dieses patientenzentrierte Vorgehen spiegelt sich auch heute noch in der Nutzung wider: Viele Funktionen sind direkt auf das abgestimmt, was Nutzerinnen und Nutzer selbst gefordert haben. So wird Focus Me zu einer App, die nicht nur digital verbindet, sondern das Gefühl gibt: „Ich bin mit meiner Erkrankung nicht allein.“

